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Historie

„Kurzbiografie“
der Schützengesellschaft Kamenz e. V.


 Dipl.-Ing.(FH),Dipl.-Mil. Rudi Ryll

 


Die Schützengesellschaft Kamenz e.V. pflegt die etwa 600 Jahre währende Tradition der Kamenzer Bürgerschützen seit ihrer Wiedergründung am 21.06.1990.

Am 24.05.1938 erfolgte die Zwangsauflösung der bürgerlichen Kamenzer Schützengesellschaften durch das Naziregime. Nach dem Kriege wurde von 1974/75 bis zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten in einem Trainingszentrum der Offiziershochschule der LSK/LV die erfolgreiche Teilnahme von Kamenzer Schützen an den 44. Weltmeisterschaften mit Silber- und Bronzemedaillen ermöglicht.

Während der Mitgliedschaft im Sechsstädtebund 1346 – 1400, aber auch davor und danach schützten Kamenzer Bürgerschützen gemeinsam mit ihren Partnern der anderen Sachsstädte die HOHE STRASSE, der Kamenz die Gründung und die Blüte über Jahrhunderte hinweg verdankte.
Görlitzer Bürgerschützen versahen auf dem Hutberg in Kamenz in Notzeiten Wachdienst zum Schutz der Hohen Straße gegen Straßenräuber.

200 Kamenzer Bürgerschützen unterstützten Zittau im Jahre 1427 im Hussittenkrieg.

Das Jahr 1487 wird in einer Quelle als das Gründungsjahr der Schützengesellschaft Kamenz angegeben. Seit 1658 verehrten die Kamenzer Schützen den Sächsischen Kurfürsten Johann Georg II. als ihren Gönner, der das Schießhaus auf der Schützenstraße stiftete und das 1895 abbrannte, ohne wieder aufgebaut zu werden. Seitdem besitzen die Kamenzer Schützen kein eigenes Schützenhaus mehr, wenn man von der Lindenterasse als Schützenhaus der Kleinkaliberschützen in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts absieht. Allerdings besaßen die Kamenzer Schützen bis zum Kriegsende 1945 die Schützenwiese an der Schützenstraße (heute Güterbahnhofstraße).

Nach dem Krieg und der Wiedervereinigung verloren die Kamenzer Schützen allen Grundbesitz, so dass die Trainings- und Wettkampfarbeit recht kompliziert und eingeschränkt ist. Auf dem Schießstand Bernbruch sind die Kamenzer Schützen gemeinsam mit der Polizeischule auf einer 25-m-Bahn eingeschränkt im Schießtraining auf Pachtbasis aktiv. Im Keller des Ärztehauses der Fichtestraße befindet sich ein
Luftgewehrstand mit Seilzuganlage. Dennoch trainieren etwa 70 Mitglieder im Kinder-, Jugendlichen-, Erwachsenen- und Senioren-Alter mit viel Fleiß und Freude.

Auf dem
Schießstand Bernbruch haben sich die Kamenzer Schützen einen schönen Begegnungsraum im Jahr 2002 geschaffen. Am Ausbau des Schießstandes wollen wir in Zukunft weiter mitwirken, um die Trainingsbedingungen auch für Langwaffen zu verbessern.

Der Bürgermeister der Stadt Kamenz ist einer jahrhundertealten Tradition folgend Ehrenmitglied der Schützengesellschaft Kamenz e.V.

Nachtrag 3.11.2012: Eine aktualisierte Version kann hier heruntergeladen werden.

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